Emma schreibt

Hallo,
ich bin Emma. Mein Gefühl sagt mir, eigentlich müssten zuerst die leiblichen Eltern was schreiben, da sehe ich schon mal, was ich für Muster im Kopf habe, dazu später mehr….aber nun hab ich eben gerade Zeit und Lust. Die Leiblichen sind gerade Blutabnehmen. Ich bin also eine der Co-mütter. Bin schon über 40 und leider hat es bisher mit eigenen Kindern nicht geklappt. Vor einem Jahr hab ich damit Frieden schließen können und wirklich akzeptieren können, dass ich wahrscheinlich keine eigenen Kinder haben werde. Und prompt kommt dann also ein Baby meiner Mitbewohner_innen (wir sind derzeit 4 Frauen und 2 Männer). Und prompt wollen die Eltern Co-Elternschaft mit uns. Und ich möchte das auch (und mein Partner auch), obwohl das einigermaßen neu für mich ist. Es ist wirklich ein ganz neues Lebensgefühl. Früher hab ich in WGs die Mitverantwortung für Kinder zwar gewollt, aber dennoch als Belastung gesehen und es hat mir Stress gemacht, das mit meinem Leben in Einklang zu bringen…so ist dann auch nix außer Nerv draus geworden.
Nun ist es so, dass ich richtig bereit bin, ein Kind zu bekommen, mein Leben dadurch auf den Kopf stellen zu lassen und eine neue Beziehung zu einem neuen Erdenwesen einzugehen.
Hab sogar schon Kontat aufgenommen (nachdem ich in „geborgene Babys“ über Haptonomie gelesen habe) hab Hand aufgelegt und mit dem Kind gespielt. Er/sie hat sich mehrmals gedreht und geboxt. Seitdem ist er/sie so real geworden und ich freu mich riesig auf die Geburt.
Nun sind es noch ca. 70 Tage und es wird eben immer konkreter. Da steht ein großer Beutel Babysachen, die wir geschenkt bekommen haben und durchsortieren müssen. Gestern haben wir uns mit einer anderen Mutter getroffen, um ihre Erfahrungen zu windelfrei zu hören und vorgestern, um zu besprechen, wie wir rund um die Geburt da sind, was es noch zu tun gibt, wo die Wickelecke im Raum hinkommt etc.
Das tut gut, so konkret mitzudenken, es gibt ja schon noch die Tendenz, diese Überlegungen den Eltern zu überlassen. Und das stelle ich auch bei mir fest, es gibt auch sehr die Tendenz, den Eltern die Entscheidungshoheit zu überlassen …. obwohl nicht ganz, die sind sich ja auch nicht immer einig und dann hab ich schon auch eine starke Meinung….z.B. bei windelfrei würde ich mich absolut als voll entscheidungsbefugt sehen. Könnte aber sein, dass es dann Themen gibt, wo ich eher innerlich zurücktrete. Bei „Ultraschall ja oder nein“ finde ich entscheidet v.a. die Mutter darüber, was sagt ihr Gefühl dazu. Beim Impfen (ja oder nein) bin ich mal gespannt, hat ja noch etwas Zeit.
Manchmal hab ich etwas Sorge, dass ich mich zu doll auf das Kind „stürze“, weil ich all meine unerfüllten Kinderwünsche da reinpacke. Problem erkannt, Gefahr gebannt, ich beobachte mich einfach … die Leute sagen ja immer, es kommt sowieso alles anders als mensch denkt, wenn Kinder kommen. So, also soweit für heute

Ein Gedanke zu „Emma schreibt“

  1. moin!
    bitte die finger von haptonomie lassen. das ist esoterischer unsinn und hat keine beruehrungsaengste zb mit solchen superschurken wie hamer (neue germanische medizin).
    entspannen und sich freuen und alles weitere ergibt sich dann meist.

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