Tiefen Kontakt halten bei so viel Personal

wir hatten Besuch von 2 Frauen, die zusammen mit dem Vater des Kindes schon seit 5 Jahren eine Co-Elternschaft leben. Das ist wirklich toll, dass es da ein Vorbild gibt. Zwar ist bei denen irgendwie doch vieles anders, aber es ist schön zu sehen, dass das so gut geht und da sind Menschen, die wir fragen können.
Was mir im Gespräch klar wurde, zu viert ist es gar nicht so leicht, die tiefe Beziehung zu Kiko zu pflegen. Jetzt haben wir sie ja noch Vollzeit und müssen sie nicht mit Kindergarten, Schule oder Freunden teilen. Aber schon jetzt merke ich manchmal, dass ich aufpassen muss, dass ich genügend verbindende Begegnungen mit ihr habe. Manchmal erwische ich eben gerade eine Zeit, wo sie komplett durchschläft und dann sehe ich sie beim Abendessen vielleicht ein bisschen und dann erst wieder am nächsten Tag, wenn sie wieder schläft. Aber es braucht schon Zeiten, wo wir richtig was miteinander „machen“, soweit das mit einem Säugling halt geht, spielen, kuscheln, lachen, singen, sich anschauen. Ich merke sonst manchmal, dass ich den Kontakt verliere und auch nicht mehr so klar Bescheid weiß über sie (also wann wurde sie zuletzt gewaschen, hat sie immer noch Schnupfen oder Durchfall usw.). Ich muss das dann notgedrungen von Yuriko abfragen und das fühlt sich nicht wirklich wie „volle Verantwortung“ an. Ich achte nun drauf, dass ich regelmäßig potentielle Wachzeiten erwische, z.B. vormittags.
Wenn sie dann mal in den Kindergarten oder die Schule geht, dann bleiben uns noch 4,5 Tage, d.h. Pro Person noch 1,1 Tage, hört sich krass wenig an.

Ein Gedanke zu „Tiefen Kontakt halten bei so viel Personal“

  1. ja, so sieht die rechnung wirklich komisch aus – aber ich dachte gerade: in familien, in denen alle arbeiten wollen oder müssen, gehen die kinder oft bis 16 uhr in die kita – dann gibts quality time täglich zwischen 16 und 20, wenn überhaupt.

    und es ist ja nichts verboten, dass wir zu zweit, dritt, viert…zeit mit kiko verbringen! 🙂

    auch jetzt entstehen die kontaktzeiten in meiner wahnehmung vor allem aus einem balancieren zwischen persönlichen bedürfnissen und arbeiten müssen. ihr alle könnt von mir aus gern in „meinen“ zeiten mit kiko mit uns zusammen abhängen – das genieße ich eigentlich immer besonders, und kiko auch, soweit ich das mitkriege – je mehr menschen um sie herum, desto besser.

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