schon fast Alltag

Naja, es ist ja noch Wochenbett angesagt, aber manche Dinge spielen sich schon ein und wir hatten gerade unser erstes Nächteplanungstreffen, wo jede der 4 gesagt hat, wann sie wie Zeit haben, welche Nächte für sie besser passen. KleinKiko wird jetzt schon voll gestillt und das heißt aber auch für uns anderen, dass wir nicht mehr so leicht der Mutter was abnehmen können, indem wir sie nachts füttern und sie dann schlafen kann. Gerade machen wir es so, dass Yuriko stillt und sie uns dann überreicht (meist ist sie ja dann erst mal wach) und dann schläft sie bei der jeweiligen nachtperson und die schlägt sich dann mit dem gjhgkshfvgkhg alle 5 Minuten rum.
Ach bis jetzt macht das alles richtig Spaß!!!! Nur bei so einer Woche, wo ich auf Zeitdruck arbeiten muss, wird das schon etwas schwieriger, hab dann echt schlechtes Gewissen, wenn ich so meins mache. Am Ende ist es dann doch Yuriko, die die meiste Zeit mit Kiko rumhängt. Im MOment passt das ja auch noch, denn das Wochenbett braucht ja auch einige TZeit und Ruhe, aber irgendwann sind wir anderen auch tags mehr gefordert. Ab nächste Woche hat dann der Vater Elternzeit, das ändert ja auch einiges.
Am Wochenende war ich bei einer Familienfeier und sie haben mir tatsächlich allenthalben Babysachen geschenkt und freuen sich mit über das kleine Wesen, dass nun auch mein Leben mit erfüllt. Yeah, sie fühlen sich zwar nicht als Oma, Tante etc. aber das muss ja auch nicht sein.
Fraglich bleibt es bei uns in der ganzen 6er-Gruppe auch, wie wir mit der unterschiedlichen beziehungsnähe umgehen. Wir 4 haben nun mal gerade echt viel miteinander zu tun und wollen aber auch Joel miteinbeziehen, was bei vollem Arbeitsalltag nicht so leicht geht. Und die 6. Person ist auch nciht so viel da, wie können wir trotzdem EINE Gruppe bleiben?
Als die beiden Eltern zum Jugendamt fuhren wegen Anerkennung der Vaterschaft….da musste ich schon etwas schlucken. Wir Miteltern haben da gar keine Chance, vom System mitreingenommen zu werden, sozusagen Null Rechte. Z.B. könnte ich nicht Elterngeld beantragen. Andere rechtliche Fragen betreffen uns bisher nicht, ich hoffe, auch später nicht. Erbrecht….das dauert ja noch ewig, vielleicht ist bis dahin da ein neuer Wind eingezogen.

4 Gedanken zu „schon fast Alltag“

  1. Mich würde mal Eure berufliche Situation interessieren. Da Co-Eltern ja keine Elternzeit nehmen können, stellt sich die Frage, wann neben dem (Vollzeit)-Job eigentlich Zeit für das Baby ist. Und nach einer durchwachten Nacht den ganzen nächsten Tag arbeiten müssen ist hart. Bei Teilzeitarbeit mag das anders aussehen, daher meine Frage.

  2. Hallo,

    wann schreibt Ihr denn mal wieder was neues? Bin sehr gespannt auf weitere Erfahrugsberichte aus Eurem Alltag mit Kind und mehreren Eltern …

    viele Grüße
    Steffi

  3. hey sabine,

    unsere berufliche situation ist äußerst flexibel: yuriko schreibt an ihrer diplomarbeit, a-lex hat zwei kleine firmen und kann sich seine zeit einigermaßen selbst einteilen, heiko macht elternzeit, und emma hat verschiedene freiberufliche jobs, wo sie sich auch oft die zeit einteilen kann.
    nur joel verdient sich ihr geld mit einer kombi aus angestellt sein und freiberuflichen sachen. dadurch ist sie unflexibelste, und das ist ganz sicher mit ein grund dafür, dass sie bisher weniger mit kiko macht als die anderen.
    ich finde ja auch, dass wir alle zusammenschmeißen sollten – mal sehen.

    yuriko

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