bor, krass, ist sie schon groß…

Gestern war ein spannender Tag: Kikos erster Tag im Waldkindergarten. Den hat sie zwar im Laufe des Jahres schon manchmal mit eine*r von uns Eltern besucht, aber seit gestern ist sie ganz offiziell in der Eingewöhnungsphase, und jetzt wird der Kindergarten ein wichtiger Teil unseres Alltags werden. Die Eingewöhnung in dieser Woche macht weitgehend Heiko. Emma und Alex genießen gerade nochmal zwei Wochen Urlaub zu zweit, bevor es ja dann demnächst wieder turbulenter hier werden wird. Die Schwangerschaft mit den Zwillingen ist schon jetzt ganz schön anstrengend und beschwerlich, und deshalb bin ich ganz froh darüber, dass ich nicht mit Kiko den ganzen Vormittag durch den Wald latschen muss.

Gestern Morgen war ich ziemlich emotional, als Heiko und Kiko hier losgezogen sind, wehmütig und superstolz und auch aufgeregt irgendwie. Kiko ganz stolz mit dem gepackten Rucksack auf dem Rücken und mit ihrem Laufrad. Ich hab ein paar wackelige Bilder mit meinem Telefon gemacht, nochmal kurz gewunken, und dann waren sie schon weg. Ich weiß, das ist der Klassiker schlechthin, das zu sagen, aber: Bor, echt krass, wie groß sie schon ist, und wie schnell das ging! Beim Frühstück hatte Kiko noch zu Heiko gesagt, dass er dann ja auch mal gehen könne zwischendurch, wenn sie mal allein sein wolle. Das war dann aber doch noch nicht angesagt gestern. Mal sehen, wie es heute wird!

Für Kiko gehört zum Kindergarten-Kind-Sein anscheinend dazu, auch Laufrad fahren zu können, weil sie jeden Morgen das Kind von gegenüber, das nur ein paar Monate älter ist als sie, mit dem Laufrad losfahren sieht. Deshalb hat sie in den letzten Tagen beschlossen, das jetzt auch endlich zu lernen. Bis jetzt war es ihr zu mühsam, weil es halt nicht so schnell wie selber rennen geht am Anfang. Emma und Alex verpassen gerade also nicht nur Kikos erste Kindergarten-Tage, sondern auch, dass sie mit dem Laufrad loszuflitzen beginnt jetzt. Ich schätze, das macht ihnen nix aus, weil wir alle ja von Anfang an Kiko nicht in jeder Minute mitkriegen. Nur ICH vermisse die beiden, weil ich all die großen Gefühle, die seit gestern in mir rumbrodeln, all das „Ich bin so stolz, ich bin so dankbar für unsere Familie, ich liebe euch alle so, ich freue mich so sehr darauf, wenn die beiden Kleinen uns noch bereichern, ich bin so verblüfft und auch irgendwie melancholisch darüber, wie schnell Kiko selbstständig wird…“ nicht sofort mit ihnen teilen kann.

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